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DOTSCHY REINHARDT QUARTETT

29.12.2014, 20:00

€15

Gipsy-Swing im Stil des Hotclub de France, Bossa Nova, Trad. Jazz und vieles mehr mit Dotschy Reinhardt – Gesang, Lancy Falta – Gitarre, Alexej Wagner – Gitarre, Sebastian Gieck – Bass. www.proton-berlin.de/kuenstler/dotschyreinhardt_info.html

Liebe Jazzfreunde! Bevor die große Silvesterknallerei losgeht verabschieden wir das alte Jahr mit swingenden Rhythmen vom jüngsten musikalischen Spross der legendären Django Reinhardt Familie. Ihre Kompositionen verbinden den Gypsy Swing im Stil des Hotclub de France mit lateinamerikanischen und modernen Klängen, der Singer-Songwriter Bewegung, dem Vokabular eines Joe Zawinul und mit brasilianischen Tönen von Carlos Jobim und Elis Regina.

Die in Ravensburg geborene und in Berlin wohnende Sängerin und Autorin Dotschy Reinhardt präsentiert uns mit ihrer Musik, mit ihrem international besetzten hochkarätigen Ensemble einen ganz eigenen, kühnen und doch so wunderbar intimen Entwurf davon, was es heißen kann, im 21. Jahrhundert Sinteza, eine Künstlerin des Sinti Volkes zu sein. Da sie sich mit ihrer langen musikalischen Familientradition besonders verbunden fühlt, hat sie sich zum Ziel gesetzt, den großen Namen Django Reinhardts mit eigenen musikalischen Ideen in die Zukunft zu tragen.

Ihr Ensemble war auf zahlreichen europäischen Festivalbühnen zu hören, viele Radio-, TV-, CD-Aufnahmen, Konzerte und Lesungen gehören zu ihrer kreativen Tätigkeit. In ihren musikalischen Projekten beschäftigt sie sich viel mit den Ursprüngen der Sinti und Roma und ihrer Reise von Indien nach Europa. In zwei Büchern nimmt sie den Leser mit auf eine Reise durch die Zentren der Musik, Mode, Literatur, Kunst, Film und TV.

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Als Sängerin gilt Dotschy Reinhardt inzwischen als Rising Star in der deutschen Szene. Aufgrund ihres Debütalbums haben auch bereits zahlreiche Rundfunk- und TV-Sender Porträts ausgestrahlt.

“Du nennst Dich Sinto! Sinto, warum spielst Du nicht mehr? Du hast Deine Lieder, Deine Sprache vergessen, verlierst Deine Identität” so heißt es in einem der Songs aus Dotschy Reinhardts Feder. Wo geht die Reise des “fahrenden Volkes” hin im 21. Jahrhundert? Zwischen der Nostalgie des Hot Club de France und der Gefahr, den eigenen Ton dem modernen Umfeld zu opfern, zwischen verniedlichter Lagerfeuerromantik und großartiger Jazz-Virtuosität bleibt scheinbar viel Platz für neue Identitäten. Doch um diese zu finden, braucht es Mut und Kreativität.

„Musik ist die große Begabung meines Volkes“. Sie braucht Wurzeln. Und wer ihr auf der Suche nach dem Ursprung ihres Volkes folgen will, braucht Flügel. Dotschy Reinhardt verleiht sie jedem, den sie mit ihrer Musik beschwingt. Mutig löst sich die Künstlerin, die sich als Sängerin, Texterin, Komponistin einen Namen in der internationalen Jazzszene gemacht hat, von aller Erwartung, hört in sich hinein, um ihre eigene Sprache zu finden, schafft unerhört Neues: Heimat für das Jahrhunderte lang notgedrungen „fahrende Volk“ der Sinti, das sich verströmt auf dem Weg zum unbekannten Ziel gleich dem Wasser des Sindhu. Selbst, wenn es ankommt, bleibt seine Herkunft in ihm lebendig.

Auf dem Album “Sprinkled Eyes”, ihrem Debüt, präsentiert uns Dotschy Reinhardt einen ganz eigenen, kühnen und doch so wunderbar intimen Entwurf davon, was es heißen kann, im 21. Jahrhundert Sinteza, eine Künstlerin des Sinti-Volkes zu sein. Reinhardt – diese Visitenkarte besitzt in der internationalen Musikszene einen unverwechselbaren Klang, ist Segen und auch ein bisschen Fluch zugleich. Wie kann sich eine junge Frau, mit diesem großen Familiennamen ausgestattet, vom Übervater Django freischwimmen, ohne gegen sein Vermächtnis zu rebellieren?

Dazu bricht sie schließlich aus der süddeutschen Idylle ihrer Geburtsstadt Ravensburg aus: “In Berlin bin ich erwachsen geworden. Mit dieser großen Stadt fertig zu werden, mit ihren vielen Widerständen, das hat mir Selbstvertrauen gegeben. Und durch die wunderbaren Musiker hier bekommt man das Gefühl von einer neuen Familie.” – “Meine Musikstücke beinhalten nur Geschichten, welche ich in und mit mir trage, die Menschen, die darin vorkommen, sind Begegnungen des wirklichen Lebens. Ehrlichkeit ist eines der wichtigsten Elemente in meiner Musik. Man kann nicht über etwas erzählen, von dem man keine Ahnung hat. Das Songwriting hilft mir, mich in einer Form auszudrücken, wie es mir nur durch die Musik möglich ist. Diese Symbiose aus Text und Musik ist meine ganz persönliche Sprache.”

In der Wahlheimat findet Dotschy zu ihrer eigenen Sprache, zunächst über das Programm „Django The Composer“, das den Nestor der Sinti-Musik ganz neu beleuchtet. Schließlich formt sie ein multi nationales Quintett um den langjährigen Geigerfreund Uli Bartel und ihren Lieblingspianisten Christian von der Goltz, dazu den russischen Gitarristen Alexej Wagner, Scott White als kanadischen Bassisten und Armando Chuh mit brasilianischem Temperament am Schlagwerk. Mit diesen Mitstreitern, die sich wie durch Magie im Studio auf Anhieb verstehen, bündelt sie alles, was in ihrem Ohr und Herzen seit Jugendzeiten wohnt.

Lancy Falta und Alexej Wagner sind zwei Ausnahmegitarristen, die das Vermächtnis Django Reinhardts würdigen – ein Fest für alle Gitarrenfans. Dabei kann man sich sicher sein, dass die beiden mit größtem Respekt zu Werke gehen.

Lancy Falta – git – Jg. 1965, aus Memmingen, als Cousin von Dotschy Reinhardt stammt auch er aus dem großen Sinti-Clan der Reinhardts, das musikalische Talent wurde ihm quasi in die Wiege gelegt. Sein hohes spielerisches Niveau und ausgefeilte Technik ermöglichten ihm schon früh die Zusammenarbeit mit Weltstars wie Joe Pass, Tony Lakatos, Joo Kraus, Harry Stojka, Bireli Lagrene, Schnuckenack Reinhardt, Joe Zawinul u.a.

Alexey Wagner – git, stammt aus Weißrussland, aus der südsibirischen Altairegion. Er sicherte sich schon früh seinen Stammplatz unter den Gewinnern regionaler und überregionaler Musikwettbewerbe. Im Jahr 1999 zog es Alexey schließlich nach Berlin und seither nimmt er regelmäßig an internationalen Jazzfestivals teil und ist auch als klassischer Sologitarrist unterwegs.

Sebastian Gieck – bass, Jg. 1988, aus München, wuchs von Kindesbeinen an mit Musik auf. Nach klassischem Oboenunterricht und autodidaktischem Lernen studierte er E-Bass und Kontrabass an der Musikhochschule München u.a. Als einfühlsamer, pulsierender und kreativer Begleiter wird er von Musikern aus den verschiedensten Bereichen, von Jazz bis Pop geschätzt.

Vermittelt durch Musikagentur ProTon Berlin www.proton-berlin.de

Details

Datum:
29.12.2014
Zeit:
20:00 - 23:00
Eintritt:
€15
Veranstaltungskategorie:
Website:
http://members.aon.at/jazz.dornbirn/

Veranstalter

Dixieland Jazzclub Dornbirn
E-Mail:
jazz.dornbirn@aon.at
Website:
http://members.aon.at/jazz.dornbirn/

Weitere Angaben

Copyright Foto
Dotschy Reinhardt

Veranstaltungsort

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