Quelle: PianoMe

In diesem Letter geht es nicht nur um anstehende Events. Dieses Mal gehen wir einen Schritt weiter und haben uns eine Online-Präsenz angeschaut, die zum einen dem Problem des Proberaummangels den Kampf angesagt hat und zum anderen, Euch, unsere lieben Leser*innen, bei der Gestaltung von Euren Live-Events in Bezug auf die passende Location-Suche unterstützen will.
Wer von uns kennt das Problem nicht: Proberäume sind Mangelware. Zum Beispiel sind Pianist*innen oft damit konfrontiert, dass sie nur selten eine Gelegenheit haben in einer fremden Stadt Klavier spielen zu können. Aber selbst in eigenen vier Wänden ist es leider nicht immer möglich. Auch Geigenspieler kennen das Problem, dass sich Nachbarn schnell gestört fühlen. Ob Klavier, Schlagzeug oder Geige – auf dem Weg zum perfekten Klang kommen so manchem Nachbarn die häufig wiederholten Melodien zu den Ohren heraus. Da sind noch Sänger, die insbesondere im aktuellen Umfeld nicht nur keine Auftritte, sondern oft auch keine Möglichkeit zum Üben haben. Aber auch wenn mal was anderes getestet werden soll, sei es anderes Musikinstrument oder neuer Bandmitglied – wie soll denn das gehen, wenn nicht einmal bestandene Musiker einen geeigneten Proberaum finden können. Über gelegentliches Üben wird an dieser Stelle ganz verschwiegen. Mit PianoMe sollen nun Musiker und Anbieter von Probenräumen unkompliziert zusammengeführt werden. Eigentlich eine einfache, aber an sich auch eine tolle Idee. Wenn man eine Pizza online bestellen kann, warum z.B. nicht auch einen Proberaum mit Klavier? Auch für Streaming-Events müssen die passenden Locations erst einmal irgendwie gefunden werden können. Wie soll das gehen, wenn man von zuhause aus die Suche gestalten soll? Grund genug für uns, uns die Plattform mal genauer anzuschauen und unsere Erkenntnisse, mit Euch, unsere liebe Jazz-Freunde, zu teilen.

Proberaum mieten: An wen richtet sich das Angebot der Plattform www.piano.me?

Gemäß eigener Vision, will PianoMe allen Musiker*innen das Musizieren an jedem Ort und zu jeder Zeit zugänglich machen. Wir haben uns auf der Plattform umgeschaut und folgendes festgestellt:

  • Was die Breite an Proberäumen angeht, wird bereits einiges Angeboten: Vom Wohnzimmer mit einem Flügel über kleinere Konzertsäle sowie Unterrichtsräume von privaten Musikschulen bis hin zum Aufnahmeraum im Tonstudio. Bei den meisten Räumen handelt es sich zum jetzigen Zeitpunkt um Übungsräume mit Klavier oder Flügel. Sogar jazziger Proberaum mit Flügel, Drums und Bass aus Berlin ist mit im Angebot dabei. Aber auch viele andere angebotenen Räume eignen sich perfekt für Jazz-Musiker*innen.
  • Geografisch jedoch konzentriert sich das Angebot aktuell im Wesentlichen auf die Ballungszentren. Da die Idee der Plattform u.a. daran besteht, dass die Musiker die verfügbaren Räume unter sich teilen, wird sich die geografische Abdeckung höchstwahrscheinlich sehr schnell verbreiten.

Proberaum Vermieten: Wer kann und wie mitmachen?

Beim Vermieten eines Übungsraumes sind Parallelen zu Airbnb zu erkennen. Wenn Du Deinen Raum mit anderen Musiker*innen stundenweise teilen willst (wenn der Raum zu den Zeiten sowieso nur frei steht), kannst Du diesen in wenigen Minuten auf die Plattform einstellen.

Quelle: www.piano.me

Einfach auf den Button „+ Vermiete einen Raum“ im rechten Eck der Hauptpage klicken und den Anweisungen folgen. Vorher musst Du dich selbstverständlich auf der Plattform registrieren, was mit ein paar Klicks ziemlich schnell getan ist. Anschließend den Eintragstyp wählen, alle relevanten Felder ausfüllen, Fotos uploaden und Verfügbarkeiten freigeben. Da sich die Plattform nicht nur um Vermarktung der gelisteten Räume, sondern auch um den administrativen Aufwand im Zusammenhang mit der Raum-An- bzw. -Vermietung kümmert, musst Du auf der Plattform zusätzlich zwecks Zahlungsabwicklung Deine Bankverbindung angeben. Anschließend läuft gemäß Plattformbeschreibung alles automatisch. Auch Buchung, Quittungsversand, Reporting, Zahlungsabwicklung und Verfügbarkeiten können über PianoMe intuitiv, sicher und zeitsparend bewältigt werden.

Zusätzlich stehen Vermietern folgende Funktionen zur Verfügung:

  • Möglichkeit der Direktbuchung (“Instant Book”) oder Buchungsanfrage (entscheidet der Vermieter bei der Freischaltung seiner Anzeige)
  • Rabattfunktion, die der Vermieter individuell festlegen kann (z. B. 10% Rabatt bei Buchung ab 2 Std.)
  • Booking Management Dashboard mit Übersicht aller Buchungen/Vermietungen inkl. Status und csv-Export
  • Stornierungsfeature inkl. automatischer Rückzahlung (u.a. keine unnötige Telefonate mehr)

Mir ist noch ein positiver Nebeneffekt aufgefallen: Durch die stundenweise Vermietung meines Raumes, verdiene ich nicht nur Geld und ermögliche anderen Musiker*innen das Musizieren, sondern erweitere nebenbei auch mein eigenes Netzwerk.

Win-Win-Situation für Musiker: Ein guter Ansatz um zur Lösung des Problems des Proberaummangels beizutragen!

Es scheint, dass die Gründer der PianoMe-Webseite die Schwierigkeiten der Musiker im Zusammenhang mit der Proberaumsuche erkannt haben und versuchen nun zur Lösung des Problems mit der Onlineplattform beizutragen. Viele Nuancen wurden durchdacht und beim Aufbau der www.piano.me berücksichtigt. So können sich Interessierte zum Beispiel vorab ein realistisches Bild des Proberaums machen, indem sie sich die detaillierten Informationen und Bilder des Anbieters, sowie die Bewertungen der einzelnen Räume durch andere User*innen der Plattform anschauen. Auch an mögliche Stornierungen, es kann ja im Leben alles passieren, wurde gedacht. Im Falle eines Stornos wickelt die Plattform alles automatisch ab. Aber auch administrativer Aufwand wird erheblich reduziert, in dem alles aus einer Hand durch die Plattform abgewickelt wird.

Kleiner Tipp von mir: Auf www.piano.me findet Ihr in der Rubrik Videos auch einige Erklärungsvideo, die die Nutzung der Plattform auf eine einfache Art und Weise erklären. Hier ist nur ein Beispiel:

Link zum Erklärvideo

PianoMe – hier wird Musik gemacht!