“Spätestens seit Lasse Hallströms Film Chocolat aus dem Jahr 2000 mit Johnny Depp als fahrendem Zigeuner ist “Jazz manouche” längst als europäisches Kulturgut in den Köpfen unserer Zeitgenossen eingraviert. Nun haben sich die Guttenberg Brothers in die Offensive gewagt um den Weg, den Django Reinhardt mit seinem Hot Club de France in den 40er Jahren beschritten hat, weiter zu gehen.”

Die typische Konstellation mit Gitarren, Kontrabass und vor allem der Geige besteht nicht mehr und die Geige wurde durch das Alt-Saxophon des Jazzvirtuosen Stefan Koschitzki ersetzt. Zudem ist ein Schlagzeug mit von der Partie, was die Rhythmusgitarre in vielen Stücken überflüssig macht. Christoph Raff macht einenguten Groove als Swing und Jazzschlagzeuger. Schließlich spielt Frank Eberle bei einigen Nummern Klavier was dann wirklich eher wie ein Mainstream Jazzsextett klingt, wäre da nicht der Gipsy-touch Mano Guttenbergers an seiner akustischen Sologitarre und wären da nicht die Stücke, die doch immer wieder eine verblüffende recht eigene und eher Djangophile Wendung beinhalten und tatsächlich eine Fortentwicklung der Kompositionskunst der Herren Grappelli und Reinhardt aus den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts sein können.

Doch ist die Musik im Heute angekommen, zumal mit Liedern wie „Ich hatte geträumt“ aktuelles Tagesgeschehen Erwähnung findet. Die auf Deutsch gesungenen und mit zeitgemäßem Text versehenen Songs dürften wirklich jedermann ansprechen, vorausgesetzt Swingmusik gehört zum Hörrepertoire.

CD Gutenberg Brother #ONE

Aber die Guttenbergers haben eine breite Palette anzubieten, und neben melancholischen Stücken wie „Meine beste Freundin“ auch animierende und für eine Jazz Manouche Band wirklich vollkommen untypische hutverdächtige Latinonummern wie „Frühlingsgefühle“ oder „Outono no rio“ mit im Gepäck.

Auch sind auf die in Englisch gesungenen Jazznummern wie „There will never be another you“ oder „Fools rush in“ wunderbar interpretiert. „Artellerie Lourde“ von Django Reinhardt und „Hart und Herzlich“ aus der Feder Brankos sind die beiden Instrumentaltitel der CD. Die Solisten Mano, Stefan und Frank zeigen Virtuosität, Inspiration und natürlich viel Gefühl, was den Tonträger zu einem unentbehrlichen Begleiter bei jedem Barbesuch mit besinnlichem Charakter macht. Die CD dürfte auch im Auto für äußerst entspanntes Fahren sorgen.

Die Herren Mano Guttenberger, Sologitarre; Knebo Guttenberger, Gesang und Rhythmusgitarre; Branko Arnsek, Kontrabass; Stefan Koschitzki, Altsaxophon, Tenorsaxophon, Querflöte; Christoph Raff, Schlagzeug und Frank Eberle, Klavier haben mit ihrem Erstlingswerk ein tolles Jazzalbum geschaffen, welches das Echo der Musik eines Django Reinhardts mit dem Zeitgeist der heutigen Swing und Jazz-Renaissance perfekt verbindet und den Zuhörer für 57 Minuten in eine gefühlvolle heile Welt entführt.

Die CD ist hier erhältlich www.59music.com

Wir verlosen 3 CDs. Um teilzunehmen, senden Sie uns bis zum 30.11.2015 über unser Kontaktformular eine Nachricht mit dem Stichwort “Verlosung Guttenberger Brothers” zu. Mit Ihrer Teilnahme stimmen Sie den Teilnahmebedingungen zu.

 

Zur Verlosung

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